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Software vom Vermesser für Vermesser

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Dateiformate für Vermesser: DXF

 
Format: DXF, Softwareformat für CAD
Datentypen:
  • Koordinaten
Dateiauszug /
Beschreibung:
 
Zeilen- und Datensatzaufbau:
Die DXF-Datei besteht aus Zeilenpaaren, deren erste Zeile jeweils eine Kodierung enthält, die den Dateninhalt der jeweils zweiten Zeile spezifiziert. Bei der Kodierung handelt es sich um einen numerischen Wert, den sogenannten Groupcode, dem je nach Abschnitt innerhalb der DXF-Datei unterschiedliche Bedeutung zukommt.
Ein Groupcode von zentraler Bedeutung ist die "0", sie leitet häufig in sich geschlossene Abschnitte der Gesamtdatei ein und beendet diese auch wieder. Der ebenfalls wichtige Groupcode "2" bezeichnet immer einen Namen, beispielsweise den eines solchen Abschnitts.
 
Die Menge aller Groupcodes ist in Bereiche unterteilt, denen verschiedene Aufgaben zukommen. So kodieren die Codes von "0" bis "9" immer Textdaten (Namen, Bezeichner, TExtinformationen, Layer, usw.), diejenigen von "10" bis "59" Fließkommazahlen, und die Bereiche "60" - "79" und "90" bis "99" Ganzzahlen unterschiedlicher Genauigkeit.
Weitere Bereiche mit Groupcodes im dreistelligen Bereich werden seltener benötigt, der Code "999" leitet einen Kommentar ein, der an beliebiger Stelle innerhalb der DXF-Datei stehen kann.
 
Besondere Beachtung gilt abschließend den vierstelligen Codes zwischen "1000" und "1071", die für softwarespezifische Aufgaben Verwendung finden. Hier kann jede Software, die mit DXF-Dateien umgeht, ihre eigenen Daten und Verarbeitungshinweise ablegen. Dies ermöglicht einerseits zusätzliche funktionalität, stellt aber anderseits eine Hürde beim programm- oder systemübergreifenden Datenaustausch dar.
 
Generell ist zu beachten, daß bestimmte Groupcodes bzw. Zeilenpaare nur gemeinsam vorkommen können. Das bedeutet, daß das Auftreten eines bestimmten Groupcodes zwingend das Vorhandensein weiterer bestimmter Codes nach sich zieht. Fehlen einzelne dieser nachfolgenden Codes, so ist die DXF-Datei als unvollständig und damit teilweise undefiniert anzusehen, was je nach Fehlertoleranz einer weiterverarbeitenden Software Fehlermeldungen beim Einlesen dieser Datei nach sich zieht. Es ergeben sich bei fehlerfreien Dateien somit zusammengehörige und wiederkehrende Kombinationen aus Zeilenpaaren.
 
 
Dateiaufbau:
Der Auszug links zeigt den Anfang einer DXF-Datei. Es handelt sich um eine reine ASCII-Datei, die mit jedem Editor geöffnet, betrachtet und auch bearbeitet werden kann. Letzteres ist beispielsweise dann von Interesse, wenn Namen oder Referenzierungen innerhalb der DXF-Datei umbenannt werden sollen und kein anderes Bearbeitungsprogramm zur Verfügung steht.
 
DXF-Dateien sind in mehrere in sich geschlossene Abschnitte unterteilt, denen besondere Bedeutungen zukommen. Einige dieser Abschnitte sind nicht zwingend notwendig, andere müssen auf jeden Fall vorhanden sein, da innerhalb der DXF-Datei querverweise auf diese Abschnitte bzw. deren Inhalt erfolgen.
Wichtige Abschnitte sind der sogenannte "Header" mit Grundeinstellungen, der "Tables"-Abschnitt mit Tabellen und Listen im weiteren verwendeter Daten und Objekte (z.B. Linientypen, Ebenen, Textstilen, Ansichten, usw.), der Abschnitt "Blocks", der nur bei einer bestimmten Art der Datenspeicherung benötigt wird, und der sogenannte "Entities"-Abschnitt, in dem die eigentlichen sichtbaren Daten liegen. Hier wird häufig auf Details und Definitionen der zuvor genannten Abschnitte Bezug genommen.
 
Die gezeigte Datei beginnt mit zwei Kommentar-Zeilenpaaren: Eingeleitet vom Groupcode "999" folgen jeweils Kommentarzeilen mit Datum und einem benutzerdefinierten Kommentar.
Es folgt der oben bereits angesprochene Groupcode "0" mit dem Schlüsselwort "Section", das einen neuen Abschnitt einleitet, und anschließend der Groupcode "2" mit dem zugehörigen Namen des nun folgenden Abschnitts: "Header". Diese beiden Paare mit den Codes "0" und "2" treten fast immer zusammen auf.
Die daran anschließenden Zeilenpaare des Headers definieren unterschiedliche Grundeinstellungen, die für die spätere Anzeige der DXF-Datei bedeutsam sind.
Beispieldateien: Koordinaten können auf unterschiedliche Weise in einer DXF-Datei abgelegt werden.
Da es sich um ein zeichenorientiertes Format handelt besteht die Möglichkeit, reine 2- oder 3-dimensionale Punkte in der Zeichenfläche bzw. dem -raum ohne weitere Informationen wie eine zugehörige Punktnummer abzulegen. Dies ist aus Vermessungssicht unglücklich, weil bei der Weiterverarbeitung der Daten der Bezug zur grundlegenden Messung verloren geht. Solche Punkte liegen einfach als Symbol in einer bestimmten Ebene auf der Zeichenfläche.
Vergleichbares kann auch für reine Textinformationen gelten, nur das hier zumindest der gezeigte Text einen Anhaltspunkt zur Herkunft liefern kann - allerdings hat so ein Text kein Symbol, sondern lediglich einen Einfügepunkt (der die Koordinate repräsentieren kann).
Für komplexe Informationen aus Koordinaten, Punktnummer und -code und ggf. auch die Höhe sind aufwendigere Strukturen nötig, die mehrere Zeichnungselemente wie ein Symbol und Texte zusammenfassen und -halten. Es handelt sich hierbei um sogenannte Blocks, deren Verwendung bei der Datenübernahme in der Regel angezeigt ist und den oben angeführten Abschnitt "Blocks" unverzichtbar letztlich macht.
Anwendungsbeispiele: Produkte zum Verarbeiten von Dateien dieses Formats:
  • Koordinaten: bVNativeWorks (Datenaufbereitung), bVBer (Berechnungen)
  • generell alle bVTools (Vermessungstools, Konvertierungstools)
 

 
 

Software vom Vermesser für Vermesser
© 2008 base equipment software, impressum
letzte aktualisierung: 18.septemper 2008
eMail: behnke@baseqsoft.de
getestet mit opera 7, firefox 1, ie 6
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