| Format: | Wild / Leica, Instrumentenformat |
| Datentypen: |
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| Dateiauszug: | ![]() |
| Beschreibung: | Zeilen- und Datensatzaufbau: Das Wild- / Leica-Instrumentenformat legt Daten einzelner Punkte innerhalb einer Zeile ab. Dabei bilden immer jeweils 16 Zeichen (GSI-8) ein sogenanntes Datenwort - die kleinste Einheit der Datenablage innerhalb einer solchen Datei. Maximal zehn solcher Datenworte können sich nebeneinander innerhalb einer Zeile befinden und bilden so den sogenannten Datenblock. Reicht das nicht aus, so muß eine weitere Zeile zur Ablage zusätzlicher Datenworte hinzugezogen werden. In der neueren Variante, GSI-16, bilden 24 Zeichen ein Datenwort. Im Gegensatz zum GSI-8-Dialekt wurde der Nutzdatenbereich von 8 auf 16 Stellen erweitert, alle übrigen Details sind identisch. Bei GSI-16 bilden bis zu 12 Datenworte einen Datenblock. Dieser beginnt zudem mit dem Zeichen "*" am Beginn einer jeden Zeile. Datenwort: Ein Datenwort hat immer eine Länge von 16 (GSI-8) bzw. 24 (GSI-16) Zeichen. Es setzt sich aus mehreren Bereichen zusammen: ![]() Bei dem hier gezeigten Datenwort handelt es sich um eine gemessene Horizontalrichtung:
Datenblock: Ein Datenblock ist letztlich eine Zeile der Instrumentendatei. Da sie sich aus einzelnen Datenworten zusammensetzt, beträgt die Größe eines Datenblocks das vielfache von 16 (bzw. 24), der Länge eines Datenworts. Das erste Wort (die ersten 16/24 Zeichen) enthält eine Kennung, die Auskunft gibt über den weiteren Inhalt dieser Zeile und eine laufende Nummer, die den Datenblock bezeichnet - im Grunde eine Zeilennummer. Es werde mehrere Arten von Datenblöcken nach deren Funktion unterschieden:
Die Datenworte innerhalb eines Datenblocks müssen nach ihrer Kennung (Wortidentifikation) aufsteigend sortiert sein. In einem Messblock können daher beispielsweise nur Wortidentifikationen größer 11 abgelegt werden. Eine Besonderheit des GSI-16-Dialekts ist, daß jeder Datenzeile zwingend das Zeichen "*" vorangestellt wird, wodurch Geräte und Software den verarbeiteten Dialekt unterscheiden können. Der beschriebene Zeilenaufbau bezieht sich somit auf die Zeichen ab Position 2. |
| Besonderheiten: | Obwohl eigene Wortidentifikationen für Instrumenten- und Signalhöhen existieren, sind in der Praxis vielfältige andere Varianten zu finden, um solche Informationen zu speichern. Dies hat seine Ursache vermutlich in der Notwendigkeit, gelegentlich Zusatzinformationen bezüglich Standpunkten, Anschluß- und normalen Zielpunkten zu registrieren. Solche Daten werden in Codeblöcken abgelegt, in denen dann gerne auch besagte Zusatzinformationen Ihren Platz finden. So entsteht bei jedem Nutzer eine eigene Art und Weise der Informationsablage, was zu vielfältigen anwenderspezifischen Dateiformaten führt, die letztlich jedoch alle dieselben Daten enthalten. Dies macht es äußerst schwierig, flexible Lese- und Schreibroutinen zu entwickeln, die alle denkbaren Möglichkeiten behandeln können. In Einzelfällen muß daher eine Anpassung an kundenspezifische Belange vorgenommen werden. Es sei noch einmal an die Besonderheit des GSI-16-Dialekts erinnert, dessen Datenzeilen wie oben beschrieben immer mit dem Zeichen "*" beginnen. Daher verschieben sich alle Elemente enthaltener Datenworte um ein Zeichen nach rechts. Das Dateiformat der Ende 2004 neuen Sprinter-Serie ist zwar in den Grundzügen vergleichbar mit standardkonformen Leica-Dateien, Struktur und Aufbau innerhalb der gespeicherten Daten unterscheiden sich jedoch deutlich. |
| Beispieldateien: | Dieses Format kann Koordinatendaten, Tachymeterdaten und auch Nivellementdaten verarbeiten. Klicken Sie auf die genannten Datentypen, um eine Beispieldatei zu sehen. Der einfachste Fall einer Koordinatendatei ist sehr leicht zu interpretieren. Sie enthält lediglich Datenblöcke, die ihrerseits je ein Datenwort für Punktnummer, Y-, X- und Z-Koordinate enthalten. Eine Tachmeterdatei könnte zunächst auch nur die elementaren Messwerte enthalten. Hier wäre jedoch keine Höhenübertragung möglich, da Angaben zur Instrumenten- und Signalhöhe fehlen. Die einfachste Art, dies zu ergänzen, liegt in der Aufnahme von Signalhöhen unter Ihren regulären Kennungen (87), wie es hier gezeigt ist. Jeder Punkt trägt als zusätzliche Information die Signalhöhe. Dieselbe Art der Datenablage habe ich auch schon unter Verwendung eigens definierter Wortidentifikationen gesehen. So wird in dieser Beispieldatei die Wort-ID 71 zur Speicherung der Signalhöhe verwendet. Eine andere Variante dieselbe Information zu transportieren zeigt folgendes Beispiel: bei jeder Änderung der Signalhöhe wird am Gerät ein Codeblock (Code 0) eingegeben und im nachfolgenden Datenwort (42) die Signalhöhe eingetippt. Bis zur nächsten Änderung gilt die zuletzt verwendete Signalhöhe. In allen Fällen fehlt jedoch immer noch eine Angabe zur Instrumentenhöhe. Auch hierzu läßt sich ein Codeblock einfügen, der durch Vergabe eines anderen Codes als des oben verwendeten (Code 0) unterscheidbar sein sollte. In diesem Beispiel soll der Code 1 für Standpunkte vergeben werden, in das Datenwort 42 wird die Instrumentenhöhe (1.215m) und in das Datenwort 43 schließlich die Standpunktnummer (1000) geschrieben. Das ergibt folgende Tachmeterdatei, die alle notwendigen Angaben enthält (die zuletzt gezeigte Datei basiert auf der erweiterten Tachymeterdatei mit Signalhöhen im Codeblock). Einfacher wäre es, komplett auf Codeblocks zu verzichten und stattdessen den Standpunkt als normalen Messblock mit der Instrumentenhöhe unter der regulären WortID (88) zu speichern. Zwar ist die Standpunktzeile zunächst nicht von anderen Messpunkten zu unterscheiden, die Existenz der Instrumentenhöhe macht diesen Punkt aber trotzdem unverwechselbar, so daß sich die Datei mit entsprechender Software weiterverarbeiten läßt. Zusammen mit regulär gespeicherten Signalhöhen (WortID 87) entsteht diese Datei. Wie diese Ausführungen zeigen, sind solche Festlegung weitestgehend willkürlich. Es sind beliebig viele weitere Arten der Datenspeicherung möglich. Eine Nivellementdatei sieht dagegen wieder relativ einfach aus. Das dritte Datenwort jeder Zeile enthält die Ablesung (Wortidentifikation 33 = Höhenunterschied). Die darauffolgende dritte Spalte des Datenworts kodiert nun die Unterscheidung zwischen Rück-, Mittel- und Vorblick. Die gezeigte Datei enthält neben der gemessenen Entfernung auch noch die vom Instrument mitgerechnete Höhe, die unter der Wortidentifikation 83 abgelegt ist. Hiervon grundsätzlich zu unterscheiden sind Nivellementdateien der Sprinter-Serie. |
| Anwendungsbeispiele: | Produkte zum Verarbeiten von Dateien dieses Formats:
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