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Software vom Vermesser für Vermesser

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Dateiformate für Vermesser: Zeiss

 
Format: Zeiss, Instrumentenformat
Datentypen:
  • Koordinaten
  • Tachymeterdaten
  • Nivellements
Dateiauszug: Das Zeiss-Format kennt unterschiedliche Dialekte. Exemplarisch sehen Sie hier eine Datei im Zeiss-R5-Format.

Weitere Auszüge der einzelnen Dialekte: Zeiss R4, Zeiss R5, Zeiss M5, Zeiss Rec500
Beschreibung: Zeilen- und Datensatzaufbau:
Eine Zeissdatei besteht immer aus mehreren fest definierten Spaltenbereichen, aus denen sich jede Zeile zusammensetzt. Im linken Teil finden sich Angaben zum Dateiformat und die Speicheradresse - letztlich eine Zeilennummer.

Durch den Beginn der Zeilen lassen sich die einzelnen Dialekte unterscheiden, in diesem Fall handelt es sich um das Format "R5".
 
Im weiteren Verlauf einer jeden Zeile folgt eine Punktbezeichnung und schließlich die Nutzdaten zum Punkt. Diese werden in drei sogenannten Werteblöcken gespeichert, beispielsweise die X-, Y- und Z-Koordinate.
Jeder Werteblock beginnt mit einer Kennung, die die enthaltene Nutzinformation kodieren. Solche Kennungen werden als Typkennungen bezeichnet. Beispiele für recht "sprechend" gewählte Typkennungen sind "Y", "X", "ih", "th", "Hz", "V1" und "D", die sich alle im oben gezeigten Auszug wiederfinden.
 
Alle Zeiss-Dialekte verwenden einheitliche Kennungen. Unterschiede zwischen den Formaten bestehen dagegen vor allem im linken Teil (Formatbezeichnung, Adresse) und in der Punktbezeichnung, aber auch in der Länge einzelner Werteblöcke, die daher formatbedingt unterschiedlich präzise Daten aufnehmen können.
 
Für die Formate "M5" und "Rec500" lassen sich innerhalb der 27-stelligen Punktidentifikation einzelne Bereiche definieren, die unterscheidbare Anteile wie Punktnummer, -code und -information, oder auch eine Uhrzeit enthalten.
Solche Definitionen werden mithilfe sogenannter Markierungen vorgenommen. Im Instrument abgelegt erleichtern oder automatisieren sie auch die Eingabe der einzelnen Punktanteile.
 
Dateiaufbau:
Eine Datei setzt sich nun einfach aus einer Aneinanderreihung oben beschriebener Zeilen zusammen. Reicht eine Zeile nicht aus, da sie nur eine festgelegte Anzahl von Informationen aufnehmen kann, so werden weitere Daten in die nächste Zeile geschrieben, die die gleiche Punktnummer hat.
 
Weitere Festlegungen bezüglich des Dateiaufbaus sind mir nicht bekannt.
Besonderheiten: Das Zeiss-Format hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Darüber sind die vier Dialekte Rec500, R4, R5 und M5 entstanden:
  • Der R4-Dialekt ähnelt dem oben gezeigten Auszug, enthält jedoch keine Adresse und ist daher etwas kompakter. Alle übrigen Angaben sind gleich.
  • Der oben gezeigte Dialekt R5 hat wegen der Speicherung der Adressinformation eine gegenüber dem R4-Format um 9 Zeichen vergrößerte Zeilenlänge.
  • Die M5-Form ist die neueste Dateiform, sie findet in aktuellen Instrumenten Anwendung.
    Die Punktbezeichnung (Punktidentifikation) kann sich nun über 27 Zeichen erstrecken und für Nutzdaten steht ebenfalls ein längerer Spaltenbereich zur Datenaufnahme bereit.
  • Der vergleichsweise einfach aufgebaute Dialekt Rec500 verfügt wie M5 über eine lange Punktbezeichnungen (Punktidentifikation) und gegenüber den Formaten R4/R5 über etwas verlängerte Nutzdatenbereiche, speichert aber weder Einheiten noch Trennzeichen.
Beispieldateien: Die Beispieldateien unterscheiden sich lediglich im Dialekt, enthalten jedoch dieselben Daten. Es handelt sich um Messwertedateien in den Formaten R4, R5, Rec500 und M5.
Anwendungsbeispiele: Produkte zum Verarbeiten von Dateien dieses Formats:
 

 
 

Software vom Vermesser für Vermesser
© 2004 base equipment software, impressum
letzte aktualisierung: 20.oktober 2004
eMail: behnke@baseqsoft.de
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